15.06.2010 Brasilien-Nordkorea 2:1 (0:0) in Johannesburg (Ellis Park)


Winter in Afrika

Am 5.Tag unserer Reise stand das Spiel der Sonnenverwöhnten Brasilianer gegen die Erzkommunisten aus Nordkorea auf dem Plan. Tagsüber vertrieb man sich die Zeit mit Berichte schreiben, Bier trinken, Berichte schreiben, Bier trinken, Berichte schreiben und . Cider trinken. Die Reisegruppe der Sektion Mitteldeutschland war während dessen auf Besuch in einem Vergnügungspark, auf den wir dankenswerterweise verzichteten. Nach der Tour sollten die Daheimgebliebenen im Hotel abgeholt werden und siehe da - wer krabbelt aus dem Bus? Die Herren Robin samt Papa. Dazu gesellte sich der frisch angereiste Nacke aus BS, so dass unsere Braunschweig Delegation auf stolze 6 Personen angewachsen war, die auch alle Karten für den abendlichen Kick hatten. Nach einer erstaunlich zügigen Anreise in den Ellis Park zu Johannesburg betraten wir rund 2 Stunden vor Spielbeginn den Ground, der sehr an einen Englischen Premier League Ground erinnert. Mitten in einer Wohnsiedlung gelegen, machten insbesondere die oberen, sehr steilen Tribünen Eindruck. Das unsere Karten rund 15 Reihen unter dem Dach waren, brauche ich wohl nicht zu erwähnen. Was ich allerdings erwähnen muss ist die, auf Deutsch gesagt, Arschkälte! Unglaublich wie sich das abgekühlt hat. Trotz Schal und Eintracht Wintermütze fror man sich echt einen Ast. Da war man echt froh, dass es heißen Kakao zu trinken gab. Das Spiel gab dann auch nicht gerade Anlass warm zu werden. Brasilien spielte seinen Part herunter und die Koreaner versuchten mitzuspielen. Nach dieser Leistung glaube ich immer mehr, dass wir Weltmeister werden. Nach dem Spiel erwartete uns eine neue Überraschung - wir haben einen neuen, wirklich brauchbaren Bus bekommen! Mit jeweils nur 2-2 Sitzen (die ersten Busse hatten 2-3 Sitze je Reihe) und sogar einer funktionierenden DVD Anlage. Unser Reiseleiter legte dann auch spontan eine DVD mit Afrikanischer Volksmusik ein (quasi Schlager - etwas für Matze), die mich dazu brachte, innerhalb von 10 Minuten einzuschlafen und erst direkt vorm Hotel wieder aufzuwachen. Die DVD sollte ich mir mal für heimische Schlafstörungen brennen lassen. Am Hotel haben wir dann erfahren, dass es in einigen Teilen Südafrikas ziemlich stark geschneit haben sollte. Das hätte uns noch zu unserem Glück gefehlt. Wir waren aber auch so genug durchgefroren. Da habt ihr es ja in der Heimat etwas besser.

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